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Seife selber machen

Seit Jahren schon sind viele Märkte bunter, und zwar durch die vielen, duftenden und originellen Seifen – natürlich von Hand angefertigt. Selbst hergestellte Seifen sind sehr beliebt und besonders schöne und individuelle Geschenke. Den dekorativen Inspirationen sind so gut wie keine Grenzen gesetzt und die Freude ist groß, wenn man seine eigenen hübschen und romantischen Kreationen an Seifenwürfeln in der Hand hält. Das Schöne ist, jeder kann Seife selber machen und so einem kreativem Hobby nachgehen.

 

Seife selbst herstellen

bunte Glyzerinseife

Mit Glycerin Seife selbst herstellen

Für den Hobby-Seifensieder eignen sich anfangs die Glyzerin- oder Gießseifen besonders gut. Streng genommen handelt es sich bei dieser Seife nicht um Seife im engsten Sinne, weil ihr Schaum und ihre Waschwirkung auf dem Einsatz künstlicher Tenside beruhen. Auf diese Weise kann man  schöne Seifen hobbymäßig mithilfe fertig zusammengestellter Sets Seife selbst herstellen. Das Typische an solchen Glyzerinseifen ist die in bunten Farben leuchtende Transparenz. Für die sinnlichen Düfte setzt man für kosmetische Zwecke zugelassene Duftträger ein. Für die bunten und schillernden Farben sind eigene Farböle verantwortlich.

 

Hier nachfolgend finden Sie alles, was Sie  zum Seifengießen benötigen:

 

Seife selbst herstellen – Sets

Mit einem Seifenset Seifen selber herzustellen ist nicht schwer und man kann dabei sogar die Kinder mit einbeziehen. Das Ergebnis ist immer Ihre eigene Seifenkreation. Sie entscheiden, welche Duftnote und welche Farben Ihre Seife haben sollen. Anschließend kann man Seifenstücke mit schönen Stempeln bedrucken und sie dekorativ verpacken, falls sie verschenkt werden sollten.

 

>>Hier finden Sie eine Auswahl an Einsteiger-Sets für angehende Seifenkünstler!>>

 

Seife selbst herstellen mit Natriumhydroxid

Im Gegensatz zu den unkompliziert herstellbaren Seifen, bei denen man nur Glyzerin schmelzen und gießen muss, sind konventionelle Seifen Produkte der Verseifung von Ölen und Fetten durch ätzende Natronlauge. Die Verwendung der Lauge erfordert einen höchst peniblen Einsatz und richtet sich deshalb an schon erfahrene Seifensieder. Weil niemand ätzende Seifen haben will, muß der Laugenanteil mithilfe einer Verseifungstabelle, welche man im Internet leicht ausfindig macht, genau berechnet werden. Erfahrene Hobbyseifensieder arbeiten also mit gefährlichen Chemikalien und müssen deshalb sehr achtsam vorgehen und eine geeignete Ausrüstung verwenden.

 

 

Was benötigt man für die Seifenherstellung?

Echte Seife soll es schon werden. Unter Beachtung der Sicherheitsvorkehrungen benutzt man für ein einfaches Seifenrezept am besten Pflanzenöl. Als Ergebnis werden etwa 1,25 kg Seife hergestellt.

Ein Beispiel dazu: Die Basis bilden Pflanzenöle im folgenden Verhältnis

  • 350g Olivenöl,
  • 300g Rapsöl
  • 250g Kokosöl

Dazu benötigt man weiters:

  • 120g Natriumhydroxid (NaOH) für eine 9 %ige Überfettung
  •  260 g Wasser

In diesem Fall ergeben die eingesetzten Ingredienzien eine gut überfettete Seife mit viel unverseiftem Öl. So ist die Seife wunderbar mild und die Haut wird nicht austrocknen. So entsteht echte Naturseife, weil sie konsequent mit natürlichen Inhaltstoffen hergestellt wurde.

 

Seifen-selbst-herstellen kann jeder!

selbst hergestellte Seifen schön dekoriert

 

Seife selber machen – Vorbereitungen

Weil auch bei der Seifenherstellung Organisation alles ist, stellt man sich im Vorfeld bereit:

  • 1 Edelstahltopf, etwa 4 l Inhalt
  • 1 Edelstahltopf zur Mischung der Laugenlösung
  • 1 Stabmixer (ohne Aluanteile!)
  • 1 Kochlöffel zum Umrühren (Edelstahl oder Holz)
  • 1 Glas- oder Plastikgefäß zum Abwiegen der Lauge
  • 1 Küchenthermometer (bis 100 °C)
  • 1 Küchenwaage (Messtoleranz 1 g)
  • 1 Seifenform aus Kunststoff oder Holz

Kunststoffformen müssen bis 100 °C hitzebeständig sein. Kunststoff- oder Holzformen werden am besten mit hitzebeständiger Plastikfolie ausgelegt, um die fertige Seife leicht herauslösen zu können. Ungefährlich ist die Natronlauge nicht. Deshalb arbeitet man konzentriert, vorsichtig und mit geeigneten, genügend großen Geräten. Als Schutzkleidung trägt man konsequent möglichst langarmige Kleidung, eine Schutzbrille, eine große Plastikschürze und Gummihandschuhe. Beim Arbeiten sollte fließendes Wasser schnell erreichbar sein (Laugenspritzer!), zum Abwischen von Seifenresten steht Küchenkrepp bereit und der Raum wird gut durchlüftet. Am besten arbeitet man bei geöffnetem  Fenster oder gar im Freien. Erst dann legt man direkt los.

 

<<Einsteiger-Set mit Natriumhydroxid (nicht für Kinder geeignet!)<<

(derzeit nicht verfügbar!)

 

Schritt-für-Schritt-Anleitung (Beispiel)

    1.  Zuerst werden die Pflanzenöle im großen Topf erwärmt. Zwischenzeitlich wird die Laugenlösung hergestellt, indem man die Kristalle in destilliertem Wasser auflöst. Die Lösung wird heiß werden und ätzende Dämpfe bilden. Also größte Vorsicht!
    2. Diese heiße Laugenlösung in den Topf mit dem etwa 50 bis 60 ° heißen Öl gießen. Sofort bildet sich eine milchige Masse. Bis zu einer puddingartigen Verdickung rührt man die Masse ständig durch.
    3. Dann wird die Masse in die Seifenform gefüllt. Dort bleibt sie mindestens 48 Stunden. Hier setzt sich der Verseifungsprozess weiter fort – die Seife reift.
    4. Am Ende wird die Seife aus dem Block genommen und in handliche Stücke zerschnitten.
    5. Nun muss die Seife noch für mindestens 1 Monat an einem gut durchlüfteten, kühlen und dunklen Ort trocknen. Sie wird jetzt etwas an Gewicht und Volumen verlieren sowie gleichzeitig schön fest und ergiebig werden.

>>Natronlauge können Sie hier bequem bestellen!>>

 

 

Selbst hergestellte Seifen dekorieren

Handgefertigte Seifen können zu wahren Schmuckstücken werden, wenn man sie mit originellen Motiven bestempelt oder sie mit bunten Zuckerperlen, Kräutern, Blüten usw. veredelt. Schön sehen Seifenketten oder Seifenspieße aus, wobei kleine Seifenwürfel und andere Dekoteile wie Muscheln, getrocknetete Rosen…aufgefädelt werden.

 

Seifen einfach selbst herstellen

Auffädeln von dekorativen Seifenketten

 

Rezepte und Fachliteratur zum Seifensieden

Wer sich ernsthaft dem Seifensieden widmen will, dem bietet sich eine Fülle von Fachliteratur, Workshops auf DVD’s und auch Seminare an, denn man braucht einiges an Hintergrundwissen und muß auch Erfahrungen sammeln. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Wen aber die Leidenschaft gepackt hat, den läßt sie garantiert nicht mehr los. Rezepte und Gestaltungsmöglichkeiten gibt es haufenweise und der Fantasie sind beim Seife selber machen keine Grenzen gesetzt.

 

 

 

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7 Discussions on
“Seife selber machen”
  • Irgendwie nimmt man Seife einfach viel zu wenig wahr im Alltag. Sie liegt halt immer irgendwie so da rum, dabei entspringt sie einem sehr alten Handwerk. Mich zieht es immer auf Märkte oder in die mittlerweile aufkommenden Geschäfte in der Fussgängerzone. Die Nase leitet den Weg *-) Wenn man das online bekommen kann, dann ist das doch umso besser, denn ich kann mir gut denken, dass Seife wieder als hochwertiges Geschenk und Mitbringsel in Mode kommt – ich bin davon überzeugt! Danke für den schönen Blog!

  • Eine Seife ist ein Altagsprodukt über das wir uns leider keine großen Gedanken machen. Doch wenn man selbst Seife herstellt erkannt man die Arbeit die dahinter steckt. Und als ein kleines Präsent ist sie wunderbar geeignet. Da die Farbe und die Form frei gewählt werden kann, kann sie für jeden Beschenkten passen hergestellt werden.

  • Hallo Evi, super Artikel! Hättest Du gedacht, dass ich eine Seifensammlung habe? Damit habe ich angefangen, als ich in Südfrankreich gelebt habe. Seife ist einfach wunderbar. Vor allem wenn man richtig gute Seife zur Hand hat. Es gibt einem täglich ein wunderbares Lebensgefühl!

  • Ich verwende seit Jahren ausschließlich selbst hergestellte Seifen. Nur manchmal im Urlaub z.B. lasse ich mich verleiten eine Seife vom Hotel zu verwenden. Danach bin ich wieder froh meine eigenen zu haben :-) Da ich um die Herstellung von Seifen Bescheid weiß, freue ich mich über den ausführlichen und kompetenten Artikel – auch weil er mir wieder einige Ideen gebracht hat. Was mir bei meinen Seifen wichtig ist, ist mein Wunsch, dass ich die “Zutaten” – wo es möglich ist – in BIO-Qualität kaufe. Abgesehen, dass solche Seifen ein aus meiner Sicht sehr persönliches und dekoratives Geschenk ist, macht mir die Herstellung und der Umgang mit den natürlichen Zutaten sehr große Freude. Vielen Dank – Gottfried Rath

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